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Provinz Posen
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Die Provinz Posen (1848â1920), vorher das autonome GroĂherzogtum Posen (1815â1848), war eine von 1815 bis 1919 auf dem Territorium der Landschaften GroĂpolen und Nordkujawien bestehende Verwaltungseinheit im Osten des Königreichs PreuĂen, mit Hauptstadt in Posen. Gegliedert war die Provinz in die Regierungsbezirke Posen und Bromberg. Sie hatte eine FlĂ€che von knapp 29.000 kmÂČ und war landwirtschaftlich geprĂ€gt. Es gab zwischen 820.000 (1816) und 2,1 Millionen Einwohner (1910), von denen die Mehrheit polnisch war. Nur in den westlichen und nördlichen Grenzgebieten und in der Stadt Bromberg gab es eine deutsche Bevölkerungsmehrheit.
Nach dem Zusammenbruch der napoleonischen Vorherrschaft und des Herzogtums Warschau erhielt PreuĂen auf dem Wiener Kongress 1815 den Westteil der 1793 eroberten und 1807 eingebĂŒĂten Provinz SĂŒdpreuĂen wieder zurĂŒck und formierte ihn zum autonomen GroĂherzogtum Posen; schon 1830 wurde die Sonderstellung des GroĂherzogtums innerhalb des preuĂischen Staatswesens jedoch eingeschrĂ€nkt. 1848 wurde das Gebiet in eine ordentliche Provinz Posen umbenannt, nachdem die letzten Reste besonderer Vorrechte des GroĂherzogtums beseitigt wurden. Die Provinz blieb auĂerhalb des Deutschen Bundes, gehörte aber ab 1866 zum Norddeutschen Bund und ab 1871 zum Deutschen Reich. Nach dem erfolgreichen polnischen Posener Aufstand und dem Versailler Vertrag gelangte der gröĂte Teil der Provinz Posen 1919 an die wiedererrichtete Republik Polen. Nur ein kleiner westlicher und nördlicher Randstreifen kam zur neuen deutschen Provinz Grenzmark Posen-WestpreuĂen.
Contents
âą Landschaft
âą Geschichte
âą Wappen
âą Provinzvorsteher
⹠Bevölkerung
âą Religionen
âą Kultur
âą Theater
âą Belletristik
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Landschaft
Die Landschaften GroĂpolen und Kujawien sind meist flach, entwĂ€ssert von zwei groĂen FlĂŒssen, der Netze im Norden und der Warthe im Zentrum. Die Gletscher der Eiszeit lieĂen MorĂ€nenablagerungen zurĂŒck; ĂŒber das Land sind zahlreiche kleine Seen verstreut, die von NebenflĂŒssen der beiden groĂen FlĂŒsse durchflossen werden. Der wichtigste Wirtschaftszweig war die Landwirtschaft.
Geschichte
AuĂerhalb des Deutschen Bundes (1815â1866)
GroĂherzogtum Posen (1815â1848)
Der gröĂte Teil der spĂ€teren Provinz hatte bis 1793 zur polnischen Woiwodschaft Posen und zur polnischen Woiwodschaft Kalisz gehört.
Nach dem Zusammenbruch der napoleonischen Vorherrschaft und des Herzogtums Warschau erhielt PreuĂen auf dem Wiener Kongress 1815 den Westteil der 1807 eingebĂŒĂten Provinz SĂŒdpreuĂen wieder zurĂŒck und formierte ihn zum autonomen GroĂherzogtum Posen. Das GroĂherzogtum war 1815 aus zwei Teilen gebildet worden: aus demjenigen Teil des im Zuge der zweiten Teilung Polens 1793 von PreuĂen annektierten und 1807 durch den Tilsiter Frieden verlorenen Gebiets, den es durch den Wiener Kongress zurĂŒck empfangen hatte, und aus demjenigen Teil des Netzedistrikts, der 1807 dem Herzogtum Warschau einverleibt worden war und den es ebenfalls zurĂŒckerhielt; die Grenze gegen das im 19. Jahrhundert bestehende Kongresspolen war durch den Staatsvertrag vom 11. November 1817 festgestellt worden.cite-ref-2[2] In der Schlussakte des Wiener Kongresses hatte PreuĂen sich verpflichtet, den polnischen Untertanen die Bewahrung des Volkstums zu sichern und dem GroĂherzogtum einige wirtschaftliche Vorteile auf Gegenseitigkeit mit dem Königreich Polen zu gewĂ€hren. VerwaltungsmĂ€Ăig bestanden bis 1920 zwei Regierungsbezirke Posen und Bromberg, welche sich weiter in Stadtkreise und Landkreise aufgliederten. Das Gebiet um Schermeisel wurde hingegen in der Provinz Brandenburg eingegliedert. Der Nordwesten des vormaligen Netzedistrikts um Deutsch Krone und Flatow verblieb bei der Provinz WestpreuĂen, in die er 1807 umgegliedert worden war.
Das GroĂherzogtum lag, wie auch das eigentliche âKönigreich PreuĂenâ (die Provinzen Ost- und WestpreuĂen), sowie das Gebiet der ehemaligen Starostei Draheim, auĂerhalb der Ostgrenze des Deutschen Bundes, die im Vergleich mit der Ostgrenze des Heiligen Römischen Reiches (Altes Reich) nur um die Lande Lauenburg und BĂŒtow sowie das Schermeisel-Gebiet erweitert worden war. Bei Wahlen fĂŒr die kommunale Selbstverwaltung der StĂ€dte und Gemeinden und den Provinziallandtag (poln. Sejm Wielkiego KsiÄstwa PoznaĆskiego) und zu anderen Provinzorganen gab es hinsichtlich der Sprache der gewĂ€hlten Vertreter keine gesetzlichen Bestimmungen. Das GroĂherzogtum war die einzige preuĂische Provinz mit nicht-deutscher Bevölkerungsmehrheit. Der preuĂische Staat behandelte seine Bewohner zunĂ€chst offiziell gleich. Die Polen erfuhren demnach im Vergleich zu den Deutschen keinerlei formelle EinschrĂ€nkungen, das Polnische wurde zunĂ€chst in Schulen und Behörden gebraucht. Auch gegenĂŒber der polnischen Oberschicht, bei der die Erinnerung an den von ihr getragenen polnischen Staat noch lebendig war, zeigte sich die preuĂische Politik zunĂ€chst entgegenkommend. Auch wurde der Adler des untergegangenen polnischen Staates ins Provinzwappen integriert. Am Beispiel des zum Statthalter des GroĂherzogtums ernannten Anton RadziwiĆĆ wird deutlich, dass Teile der polnischen Nationalbewegung bereit waren, sich mit dem preuĂischen Staat zu arrangieren.
Nach dem Novemberaufstand in Kongresspolen gegen die Herrschaft des russischen Zaren 1830 wurde die Sonderstellung des GroĂherzogtums innerhalb des preuĂischen Staatswesens jedoch eingeschrĂ€nkt. Unter dem preuĂischen OberprĂ€sidenten Eduard von Flottwell intensivierte sich die systematische VerdrĂ€ngung der Polen aus öffentlichen Ămtern und der polnischen Sprache aus dem Bildungswesen. 1831 hob Friedrich Wilhelm III. die Posener Statthalterschaft auf. Dieses Vorgehen sollte auch die preuĂische Freundschaft mit Russland festigen, als die politisch fĂŒhrenden konservativen Kreise PreuĂens befĂŒrchteten, Polen könne zum Ausgangspunkt einer liberalen revolutionĂ€ren Befreiungsbewegung in Europa werden â was das Ende des Systems der Heiligen Allianz bedeutet hĂ€tte. Im Jahr 1846 wurde ein im Gefolge des Krakauer Aufstandes geplanter Aufstand polnischer Nationalisten im GroĂherzogtum Posen aufgedeckt. Gegen die Beteiligten kam es 1847 zum sogenannten Polenprozess. Nach dem Beginn der Revolution von 1848 kam ein Aufstand zum Ausbruch. Dieser wurde bald niedergeschlagen. Die Deutschen in der Provinz richteten sich an den Bundestag, der noch im April vorschlug, deutsche Sprachgebiete der Provinz in den nun zu bildenden deutschen Staat aufzunehmen. Die Frankfurter Nationalversammlung versuchte eine Teilung der Provinz; im Rest sollten die Polen sich selbst organisieren. WĂ€hrend der Behandlung dieser Posen-Frage wurde das Gebiet fĂŒr die Polen allerdings immer kleiner.
Provinz Posen (1848â1866)
Im nunmehr konstitutionellen PreuĂen wurden die letzten Reste besonderer Vorrechte des GroĂherzogtums beseitigt und das Gebiet wie jede andere Provinz umbenannt und organisiert.
Nachdem PreuĂen in der OlmĂŒtzer Punktation Ende 1850 die gegrĂŒndete Erfurter Union aufgeben musste, arrangierte es sich zeitweilig wieder mit Ăsterreich. Im Jahr 1851 wurde der Deutsche Bund vollstĂ€ndig wiederhergestellt. Bei dieser Gelegenheit hat PreuĂen die Aufnahme der Posener, Draheimer sowie Ost- und WestpreuĂischer Gebiete in den Bund vorlĂ€ufig ausgesetzt. Aus der Existenz von Staatsgebiet auĂerhalb des Bundesgebietes leitete es seine GroĂmachtstellung mit ab.
Germanisierungsversuche im Norddeutschen Bund und im Deutschen Reich (1866â1918)
PreuĂen als Ganzes (und damit die Provinzen Posen und PreuĂen sowie das Gebiet der ehemaligen Starostei Draheim) wurden 1866 ein Gliedstaat des Norddeutschen Bundes und 1871 des Deutschen Kaiserreiches. Die Polen waren nun nicht mehr nur BĂŒrger des dynastischen und in nationaler Hinsicht zumindest nominell neutralen PreuĂen, sondern eine polnischsprachige Minderheit innerhalb eines sich als deutsch verstehenden Nationalstaates und sahen sich bald in mehrerlei Hinsicht gezielter staatlicher Ausgrenzung ausgesetzt.
Im Zuge des Kulturkampfes schwer wog die Diskriminierung des Katholizismus, dem die meisten Polen angehörten (wĂ€hrend die Deutschen in der Provinz Posen ĂŒberwiegend evangelisch waren). Der polnische Schulunterricht wurde systematisch zurĂŒckgedrĂ€ngt. 1873 wurde in der Provinz Posen und in WestpreuĂen Deutsch als alleinige Unterrichtssprache in Volksschulen eingefĂŒhrt, die Zehntausende von SchĂŒlern nicht verstanden. Ausnahme blieben die FĂ€cher Religion und der Kirchengesang. MieczysĆaw Halka LedĂłchowski, seit 1866 Erzbischof von Gnesen und Posen und Primas von Polen, wurde zu zwei Jahren Haft wegen VerstoĂ gegen den Kanzelparagraphen verurteilt und im Februar 1874 in Ostrowo inhaftiert. Pius IX. ernannte ihn im MĂ€rz 1875 zum Kardinal. LedĂłchowski wurde daraufhin freigelassen und verbannt; er ging nach Rom ins Exil. 1876 und 1877 wurde in bei Behörden und an den Gerichten statt der vorherigen Zweisprachigkeit nur noch das Deutsche erlaubt. Einen Umschwung gab es auch hinsichtlich des KrĂ€fteverhĂ€ltnisses zwischen den Sprachgruppen. Etwa 35.000 Polen (BĂŒrger Russlands und von Ăsterreich-Ungarn) wurden ab 1885 bei den vor allem antipolnisch motivierten Polenausweisungen aus dem Königreich PreuĂen ausgewiesen, von denen etwa 10.000 polnische und russische Juden waren. War der Anteil der Deutschen bis 1890 durch Polenausweisungen sowie durch Assimilation vor allem der meisten der ursprĂŒnglich nicht wenigen polnischen Protestanten von unter 30 % auf fast 38 % angewachsen, wurde diese Entwicklung nun rĂŒcklĂ€ufig. GrĂŒnde waren zum einen die höhere Geburtenrate der Polen, zum anderen migrierten mehr Deutsche in die Industriegebiete des Reiches (damals Ostflucht genannt) Ăber die StĂ€dte Schrimm, Samter und Rogasen in der Provinz Posen ist folgender Spruch ĂŒberliefert:
âSchrimm ist schlimm, Samter verdammter, Rogasen zum Rasen.â
.cite-ref-3[3] MaĂnahmen zur Erhöhung ihres Anteils, besonders die GrĂŒndung der PreuĂischen Ansiedlungskommission, die Land von Polen kaufen sollte und nur auswĂ€rtigen Deutschen zum Kauf zwecks Ansiedlung anbot, konnten diese Entwicklungen kaum ausgleichen, sondern verschĂ€rften den nationalpolitischen Konflikt und trieben die lange Zeit politisch passive polnische Landbevölkerung der polnischen Nationalbewegung zu; sie sehnten die Errichtung eines unabhĂ€ngigen Polen unter Einschluss Posens und WestpreuĂens herbei. Im Gegensatz zu den DĂ€nen stellten die Polen eine gröĂere, geschlossene Gruppe dar, waren zahlenmĂ€Ăig stĂ€rker und wussten sich wirtschaftlich zu organisieren. Die Provinzen Posen und WestpreuĂens wurden zu einem Schauplatz der Auseinandersetzung zwischen der polnischen Nationalbewegung und den preuĂischen Behörden. Je mehr MaĂnahmen der Staat ergriff, desto stĂ€rker wurden die polnischen VerteidigungsbemĂŒhungen. Obwohl die Unzufriedenheit der Polen anfangs sich vor allem gegen die deutschen Behörden statt Mitbewohner richtete, wĂ€hrend das alltĂ€gliche Zusammenleben der Sprachgruppen friedlich war, dieses Ă€nderte sich nach der GrĂŒndung des Deutschen Ostmarkenvereins. Die preuĂische Staat versuchte, die polnische Sprache endgĂŒltig aus Schule,cite-ref-4[4] Sonntagskatechese und Verwaltung zu verdrĂ€ngen, was im Wreschener Schulstreik 1901 seinen symbolischen â und spĂ€ter romantisierten â Höhepunkt fand. Die Weigerung polnischer Kinder von Wreschen â trotz mehrstĂŒndiger körperlicher ZĂŒchtigung durch die Lehrer â in deutscher Sprache zu antworten, fĂŒhrte zur Verurteilung von 25 Personen zu Haftstrafen von insgesamt ĂŒber 17 Jahren. Dies löste eine Welle von SolidaritĂ€tsprotesten aus, die bis 1904 ca. 75.000 Kinder in 800 Schulen der Provinz Posen umschlossen. Parallel dazu sollten die polnischen Grundbesitzer vertrieben werden, teils mit gezieltem Landaufkauf, teils mit Repressalien (Hausbauverbot). Nachdem das âGesetz, betr. die GrĂŒndung neuer Ansiedlungenâ in 1904 novelliert wurde,cite-ref-5[5] die preuĂischen Behörden wurden ermĂ€chtigt, das Bauvorhaben zu verhindern, um die weitere Ansiedlung von ortsfremden Polen in den preuĂischen Provinzen Posen und WestpreuĂen zu verhindern.cite-ref-6[6] Der Bauer MichaĆ DrzymaĆa bewohnte deshalb alte NebengebĂ€ude, aber die Behörden verboten ihm dort eine FeuerstĂ€tte zu betreiben.cite-ref-7[7] Daraufhin kaufte DrzymaĆa einen ausrangierten, heizbaren Zirkuswagen und lieĂ sich dort mit seiner Familie nieder. Um die Bauvorschriften zu umgehen, verschob er den Wagen regelmĂ€Ăig geringfĂŒgig innerhalb des GrundstĂŒckes. Das brachte ihm ein groĂes Aufsehen im damals dreigeteilten Polen ein. Bald wurde ein durch Spenden finanzierter neuer Wohnwagen gekauft. Nach einigen Jahren stĂ€ndiger Rechtsstreitigkeiten musste DrzymaĆa jedoch kapitulieren und das GrundstĂŒck 1909 wieder verkaufen.cite-ref-8[8] Als Höhepunkt wurde 1908 das Reichsvereinsgesetz erlassen, das fremdsprachige Versammlungen nur noch an Orten mit mehr als 60 % fremdsprachiger Bevölkerung erlaubte. Das sollte vor allem das polnische Vereinswesen treffen.
Erster Weltkrieg und Posener Aufstand 1918/1919
Bereits 1916 wurde das polnische Zentrale BĂŒrgerkomitee (Centralny Komitet Obywatelski) in Posen gegrĂŒndet. Das 14-Punkte-Programm von US-PrĂ€sident Woodrow Wilson hatte die âErrichtung eines polnischen Staates, unabhĂ€ngig von Deutschland oder Russland, mit Zugang zum Meerâ vorgesehen. Der Regentschaftsrat in Warschau hat am 7. Oktober 1918 die UnabhĂ€ngigkeit Polens entsprechend erklĂ€rt und das Wilson-Programm zur Grundlage der Staatsbildung erklĂ€rt. Das BĂŒrgerkomitee wurde am 11. November 1918 in den Volksrat (Rada Ludowa) umbenannt; am nĂ€chsten Tag rief der Rat das vorlĂ€ufige Kommissariat ins Leben, das aus StanisĆaw Adamski, Wojciech Korfanty und Adam PoszwiĆski bestand. Am 14. November wurde der Volksrat in den Obersten Volksrat (Naczelna Rada Ludowa) umbenannt. Nach dem Waffenstillstand von CompiĂšgne war die ErnĂ€hrungssituation im Deutschen Reich, vor allem in Berlin, nach dem SteckrĂŒbenwinter immer noch angespannt, zumal die britische Seeblockade immer noch anhielt. So war man vor allem auf die Kartoffellieferungen aus der Provinz Posen angewiesen. In dieser Situation schickte das preuĂische Staatsministerium am 20. November 1918 von Gerlach als polnischfreundlichen UnterstaatssekretĂ€r nach Posen, um mit dem Obersten Volksrat zu verhandeln. Dieser versprach die Fortsetzung der Lebensmittellieferungen unter der Bedingung, dass sofort alle Ausnahmebestimmungen gegen die Polen aufgehoben wurden. Gerlach sagte dies zu, aber es war schon zu spĂ€t, die Polen zu gewinnen.cite-ref-9[9]
Der am 5. Dezember in Posen versammelte vorlĂ€ufige polnische Teilungsgebiet-Sejm (Polski Sejm Dzielnicowy) erkannte den Obersten Volksrat als legitime Staatsgewalt im preuĂischen Teilungsgebiet Polens an. Die Lebensmittelversorgung brach endgĂŒltig zusammen am 27. Dezember 1918 infolge der Ankunft auf dem Posener Bahnhof von Ignacy Paderewski (der bekannte Pianist war zwischen 1917 und 1919 ein Vertreter des Polnischen Nationalkomitees in den USA und ab 27. Dezember 1918 der polnischer MinisterprĂ€sident), was den Posenen Aufstand herausgelöst hat. Es kam zu offener Kampfhandlungen zwischen Deutschen und Polen, deren Ziel war die Abtrennung der Provinz Posen vom Deutschen Reich und der Anschluss dieses Gebietes an den neugegrĂŒndeten polnischen Nationalstaat. Der eigentliche Aufstand dauerte nur bis zum 16. Februar 1919, als durch den alliierten Druck eine militĂ€rische Demarkationslinie festgelegt und ein Waffenstillstand durchgesetzt wurden. Der Armee der AufstĂ€ndischen fand infolge auch indirekt Anerkennung als eine alliierte Streitmacht; das Deutsche Reich verpflichtete sich, auf alle Feindseligkeiten an der Demarkationslinie zu verzichten. Der GroĂpolnische Aufstand endete damit offiziell. Vereinzelt fanden aber in den Wochen danach noch einige lokale Gefechte statt und kam es in weiten Teilen der Provinz Posen immer wieder zu SchieĂereien und ScharmĂŒtzeln. Dieser Zustand dauerte an, bis im Januar 1920 regulĂ€res polnisches MilitĂ€r unter General Haller das Gebiet ĂŒbernahm, wie es im Versailler Vertrag festgelegt wurde.
Nach dem Versailler Vertrag
Die klar mehrheitlich deutschsprachigen Bewohner der Randgebiete im Westen verblieben weitgehend innerhalb der neugebildeten preuĂischen Provinz Grenzmark Posen-WestpreuĂen beim Deutschen Reich. Einige Gebiete mit ĂŒberwiegend deutschsprachigen Bewohnern im SĂŒden und Nordosten einschlieĂlich der Stadt Bromberg mussten dagegen an Polen abgetreten werden. Zwischen 1920 und 1929 enteignete die polnische Regierung gemÀà Artikel 297 b) des Versailler Vertrages viele ortsansĂ€ssige Deutsche, denen die StaatsbĂŒrgerschaft Polens nicht zuerkannt wurde. Ab 1925 fĂŒhrte ein Agrarreformgesetz dazu, dass viele deutsche Bauern â darunter auch solche, denen der Staat PreuĂen Ackerland verkauft hatte â ihr Land zwangsverĂ€uĂern mussten.
Warthegau im Dritten Reich
â
Hauptartikel
:
Reichsgau Wartheland
Der NS-Staat annektierte nach dem Ăberfall auf Polen die Woiwodschaft Posen und bildete in gewisser Anlehnung an die vormalige Provinz, jedoch unter Einbeziehung weiterer polnischer Gebiete, den Reichsgau Wartheland mit Posen als Hauptstadt. Das Gebiet um Bromberg wurde dem Reichsgau Danzig-WestpreuĂen zugeschlagen. Die nach 1918 beim Deutschen Reich verbliebenen Gebiete der ehemaligen Provinz Posen wurden nicht in den Reichsgau einbezogen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg
1945 ging das gesamte Gebiet der ehemaligen Provinz Posen zurĂŒck an Polen und die deutsche Minderheit wurde vertrieben. Nach der Gebietsreform 1999 ist es heute gröĂtenteils identisch mit der Woiwodschaft GroĂpolen. Einige Kreise der ehemaligen Provinz gehören jedoch zu den Woiwodschaften Kujawien-Pommern und Lebus.
Verwaltungsgliederung
Siehe auch
:
Liste der Stadtgemeinden in der Provinz Posen
Bei Einteilung der Verwaltung nach 1815 wurden im Regierungsbezirk Posen 17 und im Regierungsbezirk Bromberg 9 landrĂ€tliche Kreise gebildet. Hinzu kam die Stadt Posen und â 1875 â die Stadt Bromberg.
Durch Gesetz vom 6. Juni 1887cite-ref-10[10] wurden 11 Kreise in je zwei neue geteilt und durch Abtrennung von Gebietsteilen aus weiteren 6, sonst weiterbestehenden Kreisen die beiden neuen Kreise Znin und Jarotschin gebildet. 1914 schied die Stadt SchneidemĂŒhl aus dem Kreis Kolmar aus. Die nachstehende Aufstellung zeigt die sonst von 1887 bis 1919 unverĂ€nderte Verwaltungsgliederung in zuletzt 40 Land- und 3 Stadtkreise.
Die gröĂten StĂ€dte waren Posen, Bromberg, SchneidemĂŒhl und InowrocĆaw (ab 1904 Hohensalza),
Regierungsbezirk Posen
âą Stadtkreis Posen
âą Kreis Adelnau
âą Kreis Birnbaum
âą Kreis Bomstcite-ref-dr-11-0[11]
âą Kreis Fraustadtcite-ref-dr-11-1[11]
⹠Kreis Gostyn (1887 aus Nordteil des Kreises Kröben und einigen Orten des Kreises Schrimm gebildet)
⹠Kreis GrÀtz (1887 aus Teilung des Kreises Buk gebildet)
âą Kreis Jarotschin (1898 aus Teilen der Kreise Pleschen, Wreschen und Schrimm)
âą Kreis Kempen (1887 vom Kreis Schildberg abgetrennt)
âą Kreis Koschmin (1887 von Kreis Krotoschin abgetrennt)
âą Kreis Kosten
âą Kreis Krotoschin
âą Kreis Lissa (1887 von Kreis Fraustadt abgetrennt)
âą Kreis Meseritzcite-ref-dr-11-2[11]
âą Kreis Neutomischel (1887 aus Teilung des Kreises Buk gebildet)
âą Kreis Obornik
âą Kreis Ostrowo (1887 von Kreis Adelnau abgetrennt)
âą Kreis Pleschen
âą Kreis Posen-Ost (1887 aus Teilung des Landkreises Posen gebildet)
âą Kreis Posen-West (1887 aus Teilung des Landkreises Posen gebildet)
⹠Kreis Rawitsch (1887 aus Teilung des Kreises Kröben gebildet)
âą Kreis Samter
âą Kreis Schildberg
âą Kreis Schmiegel (1887 von Kreis Kosten abgetrennt)
âą Kreis Schrimm
âą Kreis Schroda
âą Kreis Schwerin an der Warthecite-ref-dr-11-3[11] (1887 von Kreis Birnbaum abgetrennt)
âą Kreis Wreschen
Regierungsbezirk Bromberg
âą Stadtkreis Bromberg (seit 1875)
âą Stadtkreis SchneidemĂŒhlcite-ref-dr-11-4[11] (seit 1914)
âą Kreis Czarnikaucite-ref-dr-11-5[11]
âą Kreis Filehnecite-ref-dr-11-6[11] (1887 von Kreis Czarnikau abgetrennt)
âą Kreis Gnesen
âą Kreis Hohensalza (bis 1904 Kreis Inowrazlaw)
âą Kreis Kolmar i. Posencite-ref-dr-11-7[11] (bis 1878 Kreis Chodziesen)
âą Kreis Mogilno
âą Kreis Schubin
âą Kreis Strelno
âą Kreis Wirsitz
âą Kreis Witkowo (1887 von Kreis Gnesen abgetrennt)
âą Kreis Wongrowitz
âą Kreis Znin (1887 aus Teilen der Kreise Mogilno, Schubin und Wongrowitz gebildet)
Wappen
Das Wappen der Provinz Posen zeigte den preuĂischen Adler, auf dessen Brust sich ein kleinerer Schild mit dem polnischen Adler befand.
Persönlichkeiten
Provinzvorsteher
Statthalter
âą 1815â1831: Antoni Henryk RadziwiĆĆ
OberprÀsidenten
âą 1815â1824: Joseph von Zerboni di Sposetti
âą 1825â1830: Theodor von Baumann
âą 1830â1840: Eduard von Flottwell
âą 1840â1842: Adolf Heinrich von Arnim-Boitzenburg
âą 1843â1850: Carl Moritz von Beurmann
âą 1850â1851: Gustav von Bonin (1. Amtszeit)
âą 1851â1860: Eugen von Puttkamer
âą 1860â1862: Gustav von Bonin (2. Amtszeit)
âą 1862â1869: Karl von Horn
âą 1869â1873: Otto von Königsmarck
âą 1873â1886: William Barstow von Guenther
âą 1886â1890: Robert von Zedlitz-TrĂŒtzschler
âą 1890â1899: Hugo von Wilamowitz-Moellendorff
âą 1899â1903: Rudolf von Bitter der JĂŒngere
âą 1903â1911: Wilhelm von Waldow
âą 1911â1914: Philipp Schwartzkopff
âą 1914â1918: Hans von Eisenhart-Rothe
Landesdirektoren / LandeshauptmÀnner
Seit 1885 leitete die Provinzialselbstverwaltung Posens ein Landesdirektor. Seit 1889 fĂŒhrte er den Titel Landeshauptmann:cite-ref-12[12]
1885â1893: Arthur von Posadowsky-Wehner 1893â1911: Sigismund von Dziembowski 1911â1919: Ernst von Heyking ab 1919: Landesdirektor von Brandenburg in Berlin (kommissarisch)cite-ref-13[13]
Weitere Persönlichkeiten
Siehe auch
:
Liste von Persönlichkeiten der Stadt Posen
In den einzelnen StÀdten und Dörfern der Provinz Posen sind einzelne Persönlichkeiten angegeben, die dort geboren wurden oder eine besondere Bedeutung erlangten.
Bevölkerung
Bevölkerungsentwicklung
bev-c3-b6lkerungsstatistikbev-lkerungsstatistik Um 1900 hatte die Provinz Posen 1.887.275 Einwohner (901.853 mĂ€nnlich, 985.422 weiblich). Dem Religionsbekenntnis nach waren 1.851.871 Einwohner Christen, davon 1.280.172 Katholiken, 569.564 Evangelische, 2.135 andere Christen und 35.327 Juden. Nach der Staatsangehörigkeit waren 1.882.090 Reichsangehörige, 5.184 ReichsauslĂ€nder und 1 anderer. Nach der Muttersprache waren 718.000 Deutsche, die ĂŒbrigen Polen, Masuren und Kaschuben.cite-ref-14[14]
| Jahr | 1816 | 1819 [ 16 ] | 1831 | 1861 | 1871 | 1880 | 1890 | 1900 | 1910 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 820.176 | 883.972 | 1.040.712 | 1.467.604 | 1.583.843 | 1.703.397 | 1.751.642 | 1.887.275 | 2.099.831 |
| Anteil an PreuĂen | ? | 8,0 % (1817) | ? | ? | 6,4 % | 6,2 % | 5,8 % | 5,5 % | 5,2 % |
| Ew./kmÂČ | 28 | 30 | 36 | 51 | 55 | 59 | 60 | 65 | 72 |
| VolkszÀhlung 1910 [ 17 ] | Bevölkerung | Deutsche | Deutsche | Polen | Polen | Zweisprachige | Zweisprachige |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Provinz Posen | 2.099.831 | 806.720 | 38,4 % | 1.278.890 | 60,9 % | 11.796 | 0,6 % |
| Regierungsbezirk Bromberg | 762.947 | 379.488 | 49,7 % | 378.831 | 49,7 % | 4.929 | 0,6 % |
| Bromberg-Stadt | 57.696 | 46.720 | 81,0 % | 9.350 | 16,2 % | 1.546 | 2,7 % |
| Bromberg-Land | 96.473 | 58.783 | 60,9 % | 37.049 | 38,4 % | 590 | 0,6 % |
| Czarnikau | 42.287 | 30.016 | 71,0 % | 12.027 | 28,4 % | 176 | 0,4 % |
| Filehne | 33.653 | 23.504 | 69,8 % | 9.918 | 29,5 % | 216 | 0,6 % |
| Gnesen | 56.250 | 21.461 | 38,2 % | 34.643 | 61,6 % | 129 | 0,2 % |
| Hohensalza | 77.294 | 28.394 | 36,7 % | 48.599 | 62,9 % | 258 | 0,3 % |
| Kolmar in Posen | 76.020 | 61.600 | 81,0 % | 13.957 | 18,4 % | 422 | 0,6 % |
| Mogilno | 49.253 | 14.274 | 29,0 % | 34.659 | 70,4 % | 192 | 0,4 % |
| Schubin | 48.304 | 21.035 | 43,5 % | 26.799 | 55,5 % | 403 | 0,8 % |
| Strelno | 37.620 | 7.437 | 19,8 % | 30.109 | 80,0 % | 67 | 0,2 % |
| Wirsitz | 67.219 | 34.235 | 50,9 % | 32.446 | 48,3 % | 494 | 0,7 % |
| Witkowo | 29.094 | 4.814 | 16,5 % | 24.164 | 83,1 % | 91 | 0,3 % |
| Wongrowitz | 52.574 | 16.309 | 31,0 % | 35.955 | 68,4 % | 212 | 0,4 % |
| Znin | 40.210 | 10.906 | 27,1 % | 29.156 | 72,5 % | 133 | 0,3 % |
| Regierungsbezirk Posen | 1.335.884 | 427.232 | 32,0 % | 900.059 | 67,4 % | 6.867 | 0,5 % |
| Adelnau | 36.306 | 4.681 | 12,9 % | 31.537 | 86,9 % | 87 | 0,2 % |
| Birnbaum | 28.887 | 14.069 | 48,7 % | 14.513 | 50,2 % | 264 | 0,9 % |
| Bomst | 63.120 | 30.980 | 49,1 % | 31.794 | 50,4 % | 214 | 0,3 % |
| Fraustadt | 28.914 | 19.663 | 68,0 % | 8.902 | 30,8 % | 332 | 1,1 % |
| Gostyn | 48.326 | 6.528 | 13,5 % | 41.720 | 86,3 % | 70 | 0,1 % |
| GrÀtz | 36.483 | 5.997 | 16,4 % | 30.280 | 83,0 % | 191 | 0,5 % |
| Jarotschin | 51.626 | 9.236 | 17,9 % | 42.168 | 81,7 % | 197 | 0,4 % |
| Kempen | 37.050 | 5.933 | 16,0 % | 30.697 | 82,9 % | 236 | 0,6 % |
| Koschmin | 33.519 | 5.719 | 17,1 % | 27.685 | 82,6 % | 58 | 0,2 % |
| Kosten | 47.325 | 5.149 | 10,9 % | 42.091 | 88,9 % | 50 | 0,1 % |
| Krotoschin | 46.874 | 15.822 | 33,8 % | 30.709 | 65,5 % | 324 | 0,7 % |
| Lissa | 44.579 | 27.451 | 61,6 % | 16.659 | 37,4 % | 426 | 1,0 % |
| Meseritz | 53.306 | 41.059 | 77,0 % | 12.207 | 22,9 % | 0 | 0,0 % |
| Neutomischel | 34.292 | 15.700 | 45,8 % | 18.481 | 53,9 % | 109 | 0,3 % |
| Obornik | 55.880 | 22.450 | 40,2 % | 33.139 | 59,3 % | 245 | 0,4 % |
| Ostrowo | 43.887 | 9.713 | 22,1 % | 33.970 | 77,4 % | 165 | 0,4 % |
| Pleschen | 37.362 | 6.200 | 16,6 % | 30.965 | 82,9 % | 128 | 0,3 % |
| Posen Stadt | 156.691 | 65.319 | 41,7 % | 89.351 | 57,0 % | 1.311 | 0,8 % |
| Posen W. | 43.129 | 7.374 | 17,1 % | 35.474 | 82,3 % | 236 | 0,5 % |
| Posen O. | 49.119 | 14.102 | 28,7 % | 34.795 | 70,8 % | 174 | 0,4 % |
| Rawitsch | 50.523 | 21.253 | 42,1 % | 29.150 | 57,7 % | 92 | 0,2 % |
| Samter | 66.856 | 17.071 | 25,5 % | 49.589 | 74,2 % | 143 | 0,2 % |
| Schildberg | 37.290 | 5.470 | 14,7 % | 31.100 | 83,4 % | 718 | 1,9 % |
| Schmiegel | 36.383 | 6.626 | 18,2 % | 29.544 | 81,2 % | 207 | 0,6 % |
| Schrimm | 57.483 | 10.017 | 17,4 % | 47.088 | 81,9 % | 366 | 0,6 % |
| Schroda | 49.176 | 6.201 | 12,6 % | 42.870 | 87,2 % | 92 | 0,2 % |
| Schwerin a. W. | 21.620 | 19.729 | 91,3 % | 1.722 | 8,0 % | 142 | 0,7 % |
| Wreschen | 39.878 | 7.720 | 19,4 % | 31.859 | 79,9 % | 290 | 0,7 % |
Sprachenverteilungen
Die westlichen und nördlichen Grenzgebiete waren mehrheitlich deutsch besiedelt, die Mitte und der Osten mehrheitlich polnisch. Dort lag in den StÀdten der deutsche Anteil meist höher als im Umland, aber nur Bromberg hatte eine deutsche Mehrheit. Je kleiner eine Gemeinde war, umso eher war sie entweder rein polnisch oder rein deutsch besiedelt.
Die Provinz Posen war die einzige preuĂische Provinz mit nicht-deutscher Bevölkerungsmehrheit. Von den 2,1 Millionen Einwohnern sprachen um 1910 60,9 % Polnisch und 38,4 % Deutsch als Muttersprache. Den SprachenverhĂ€ltnissen entsprach auch ein konfessioneller Gegensatz. Die Deutschsprachigen waren zu ĂŒber 90 % evangelisch, die Polen ĂŒberwiegend katholisch. Die Juden, deren Anteil mit 1,5 % (gegenĂŒber 1,0 % im Reich) relativ hoch war, sprachen Deutsch.cite-ref-18[18]
| Jahr | 1819 [ 16 ] | 1831 | 1861 | 1890 | 1910 |
|---|---|---|---|---|---|
| offizielle Statistik Âč | 76,9 % | 58,3 % | 54,6 % | 60,1 % | 61,5 % |
| SchÀtzung (Leszek Belzyt) | ./. | 71,5 % | 66,7 % | 62,4 % | 63,5 % |
| 1) unter Hinzurechnung der Gruppe der Zweisprachigen | 1) unter Hinzurechnung der Gruppe der Zweisprachigen | 1) unter Hinzurechnung der Gruppe der Zweisprachigen | 1) unter Hinzurechnung der Gruppe der Zweisprachigen | 1) unter Hinzurechnung der Gruppe der Zweisprachigen | 1) unter Hinzurechnung der Gruppe der Zweisprachigen |
Religionen
Die polnische Bevölkerung in der Provinz Posen war zu etwa 90 Prozent katholisch, dazu kamen einige deutsche Zuwanderer. Die deutsche Bevölkerung war meist evangelisch, dazu gab es einige polnische Gemeindemitglieder. Es gab auch jĂŒdische Gemeinden. 1900 waren von 1.887.275 Einwohnern der Provinz Posen 1.280.172 Katholiken, 569.564 Evangelische, 2.135 andere Christen und 35.327 Israeliten.
| Jahr | 1871 | 1890 | 1910 |
|---|---|---|---|
| Katholiken | 63,7 % | 66,5 % | 67,7 % |
| Evangelische | 32,3 % | 30,9 % | 30,8 % |
| Juden | 3,9 % | 2,5 % | 1,3 % |
Die katholische Kirche im GroĂherzogtum Posen wurde seit 1821 vom Erzbistum Gnesen-Posen mit mehreren SuffraganbistĂŒmern geleitet.cite-ref-21[21]
In der evangelischen Kirche gab es die Kirchenprovinz Posen mit mehreren Sprengeln und Gemeinden, vor allem fĂŒr die deutsche Bevölkerung. Einige evangelische Polen nahmen die deutsche Sprache und Kultur an. Es gab in vielen StĂ€dten auch jĂŒdische Gemeinden mit Synagogen und BethĂ€usern.cite-ref-22[22]cite-ref-23[23]
Kultur
Die Kultur im GroĂherzogtum Posen bzw. der Provinz Posen lag immer auch im Spannungsfeld zwischen den deutschen Zuwanderern und der mehrheitlich polnischen Bevölkerung.
Theater
Das Stadttheater in Posen wurde seit seiner Einweihung 1804 vor allem fĂŒr deutschsprachige TheaterstĂŒcke und fĂŒr Konzerte, Opern und Operetten genutzt, die auch von polnischen Zuschauern besucht wurden. Daneben gab es dort auch einige polnischsprachige VorfĂŒhrungen. Ab 1874 gab es ein eigenes polnisches Theater in der Stadt, sowie einen Theaterneubau, der ausschlieĂlich fĂŒr deutschsprachige Veranstaltungen genutzt wurde. In Bromberg mit einer mehrheitlich deutschen Bevölkerung gab es das Stadttheater von 1824 bis 1920. Daneben gab es in mehreren StĂ€dten BĂŒhnen fĂŒr Unterhaltungstheater, VarietĂ© und Musikvorstellungen.
Zeitungen und Zeitschriften
Es gab verschiedene deutschsprachige Zeitungen, zu den wichtigsten gehörten Posener Zeitung (1794â1919), Posener Tageblatt, Posener Neueste Nachrichten, Bromberger Tageblatt, Bromberger Kreis-Blatt (1852â1920), Ostdeutsche Rundschau, Ostdeutsche Presse, Kujawischer Bote, Nakeler Zeitung, Schubiner Zeitung und Kreisblatt, Wirsitzer Kreisblatt, und die Patriotische Zeitung (1851â1866). Zu den bekanntesten Zeitschriften gehörten Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Posen, Aus dem Posener Lande. MonatsblĂ€tter fĂŒr Heimatkunde (1906â1915), Historische MonatsblĂ€tter fĂŒr Posen, Zeitschrift der Historischen Gesellschaft fĂŒr die Provinz Posen und Die Ostmark, die Zeitschrift des Deutschen Ostmarkenvereins.cite-ref-24[24]
Es gab auch einige polnischsprachige Zeitungen und Zeitschriften, darunter mehrere katholische Publikationen. Zu den wichtigsten Tageszeitungen gehörten Gazeta Wielkiego XiÄ
stwa PoznaĆskiego (1815â1880), Dziennik PoznaĆski und Kurjer PoznaĆski.cite-ref-25[25] Die Zeitschrift Jeschurun. Organ fĂŒr die geistigen und sozialen Interessen des Judentums (1901â1904) war die einzige feststellbare jĂŒdische Zeitschrift, die in der Stadt Posen herausgegeben wurde.
Einige Zeitungen und Zeitschriften sind digitalisiert bei der Wielkopolska Biblioteka Cyfrowa (WBC).
Belletristik
â
Hauptartikel
:
Literatur des Posener Landes
Es erschienen zahlreiche deutschsprachige Romane, ErzĂ€hlungen, aber auch KinderbĂŒcher, Sagen und MĂ€rchen, Gedichte und weitere BĂŒcher. Die meisten waren als Heimatliteratur und mit unterhaltendem Charakter ausgerichtet, einige thematisierten aber auch die deutschnationale Sicht auf die Provinz Posen (Ostmarkenromane). Dagegen gab es nur verhĂ€ltnismĂ€Ăig wenige polnischsprachige Belletristik. Einige jĂŒdische Autoren verfassten ebenfalls Romane und ErzĂ€hlungen in deutscher Sprache.
Literatur
⹠Martin Sprungala: Die Geschichte der Posener Kreise und kreisfreien StÀdte. Bad Bevensen 2007.
âą Martin Sprungala: Historisches Ortsverzeichnis der Provinz Posen und der Wojewodschaft PoznaĆ (Posen). Bad Bevensen 2007.
âą Posen. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 13, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885â1892, S. 268.
⹠Helmut Neubach: BeitrÀge zu einem biographischen Lexikon der Deutschen aus dem Raum der Provinz Posen. Martin-Opitz-Bibliothek, Herne 2003, ISBN 3-923371-26-8.
âą GĂŒter-Adressbuch fĂŒr die Provinz Posen (1913)., 2. Auflage, In: Niekammerâs GĂŒter-AdreĂbĂŒcher, Band VI, Reichenbachâsche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1913. Reprint: BoD Norderstedt, Klaus D. Becker, Potsdam 2021. ISBN 978-3-88372-25-3-5.
Digitalisiertes Àlteres Schrifttum zur Geschichte der Provinz Posen
geordnet in der Reihenfolge des Erscheinungsjahrs
âą Georg Hassel VollstĂ€ndige und neueste Erdbeschreibung der PreuĂischen Monarchie und des Freistaates Krakau. Weimar 1819, S. 598â630 (Digitalisat).
âą Mittheilungen ĂŒber das GroĂherzogthum Posen. In: PreuĂische Provinzial-BlĂ€tter. Band 17, Königsberg 1837, S. 455â469 (Digitalisat) und S. 537â550 (Digitalisat), Band 18, Königsberg 1837, S. 73â86 (Digitalisat) und S. 166 ff. (Digitalisat).
âą A. C. A. Friedrich: Historisch-geographische Darstellung Alt- und Neu-Polens. Berlin 1839, S. 558â593 (Digitalisat).
⹠Johann Gottfried Hoffmann: Die Bevölkerung des preussischen Staates nach den Ergebnissen der zu Ende des Jahres 1837 amtlich aufgenommenen Nachrichten, Berlin 1839 (Digitalisat).
âą A. BĂ€ck: Die Provinz oder das GroĂherzogthum Posen in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung. Nach den neuesten, meist amtlichen Nachrichten. Berlin / Posen / Bromberg 1847 (Digitalisat).
âą J. Niederstetter: Verzeichniss sĂ€mmtlicher Ritter- und anderer selbstĂ€ndigen grösseren GĂŒter der Provinz Posen mit Angabe ihrer Besitzer so wie der Königl. DomĂ€nenpacht-Aemter mit Angabe der PĂ€chter zu Michaeli 1859, Mittlerâsche Buchhandlung (A. E. Döpner), Posen 1859 (Digitalisat).
âą Franz Heinrich Ungewitter: Die preuĂische Monarchie nach den zuverlĂ€ssigsten Quellen geographisch, statistisch, topographisch und historisch ausfĂŒhrlich und ĂŒbersichtlich dargestellt. Ein Handbuch fĂŒr Staats- und Communalbehörden, so wie zum Privatgebrauch. Nicolai, Berlin 1859, S. 943â957 (Google Books).
⹠Heinrich Wuttke: StÀdtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der StÀdte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen StÀdten. Leipzig 1864 (Digitalisat).
âą Friedrich August Vossberg (Hrsg.): Wappenbuch der StĂ€dte der GroĂherzogthums Posen. J. A. Stargardt, Berlin 1866 (Digitalisat)
⹠Königliches Finanzministerium: Die Ergebnisse der Grund- und GebÀudesteuerveranlagung im Regierungsbezirk Posen. Berlin 1867 (Digitalisat)
⹠Königliches Statistisches Bureau: Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen VolkszÀhlung vom 1. Dezember 1871 bearbeitet und zusammengestellt. Teil IV: Die Provinz Posen. Königliches Statistisches Bureau, Berlin 1874 (/kpbc.umk.pl).
⹠Nachweisung der in der Provinz Posen bis ultimo 1876, in den Jahren 1877 und 1878 sowie in den Jahren 1879 und 1880 vollzogenen VerÀnderungen von Ortsnamen, MerzbachŽsche Buchdruckerei, Posen 1881 (Digitalisat).
âą Christian Meyer: Geschichte des Landes Posen. Jolowicz, Posen 1881 (Digitalisat). [Nachdruck 2000, ISBN 978-3-89557-140-4]
âą Eugen von Bergmann: Zur Geschichte der Entwickelung deutscher polnischer und jĂŒdischer Bevölkerung in der Provinz Posen (= BeitrĂ€ge zur Geschichte der Bevölkerung in Deutschland seit dem Anfange des Jahrhunderts, herausgegeben von Fr. J. Neumann, Band 1), Laupp, TĂŒbingen 1883 (Google Books).
âą Max Beheim-Schwarzbach: Die Heimathsbestimmungen in der Provinz Posen nach der letzten allgemeinen VolkszĂ€hlung. In: Zeitschrift der Historischen Gesellschaft fĂŒr die Provinz Posen, Dritter Jahrgang, Posen 1888, S. 341â352 (Google Books).
âą Königliches statistisches Bureau: Gemeindelexikon fĂŒr das Königreich PreuĂen. Auf Grund der Materialien der VolkszĂ€hlung vom 1. Dezember 1885 und anderer amtlicher Quellen. Band V: Provinz Posen, Berlin 1888 (Digitalisat).
âą Handbuch fĂŒr die Provinz Posen. Nachweisung der Behörden, Anstalten, Institute und Vereine. Posen 1891 Archive
âą Königlich PreuĂisches Statistisches Landesamt: Gemeindelexikon fĂŒr die Provinz Posen. Auf Grund der Materialien der VolkszĂ€hlung vom 1. Dezember 1905 und anderer amtlicher Quellen. Berlin 1908 (Digitalisat).
âą Königlich PreuĂisches Statistisches Landesamt: Gemeindelexikon der Regierungsbezirke Allenstein, Danzig, Marienwerder, Posen, Bromberg und Oppeln. Auf Grund der Ergebnisse der VolkszĂ€hlung vom 1. Dezember 1910 und anderer amtlicher Quellen. Berlin 1912, Heft IV: Regierungsbezirk Posen (Digitalisat).
âą Königlich PreuĂisches Statistisches Landesamt: Gemeindelexikon der Regierungsbezirke Allenstein, Danzig, Marienwerder, Posen, Bromberg und Oppeln. Auf Grund der VolkszĂ€hlung vom 1. Dezember 1910 und anderer amtlicher Quellen. Berlin 1912, Heft V: Regierungsbezirk Bromberg (Digitalisat).
Weblinks
Commons
: Provinz Posen
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Literatur von und ĂŒber Provinz Posen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Ăbersichtsinformationen
âą Michael Rademacher: PreuĂische Provinz Posen bis 1922. Online-Material zur Dissertation, OsnabrĂŒck 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 1. Januar 1900
âą Provinz Posen Genealogy, mit vielen Informationen
âą Provinz Posen 1910 Gemeindeverzeichnis
âą Sammlung historischer Landkarten zur deutsch-polnischen Geschichte (Memento vom 16. Juni 2007 im Internet Archive)
Literaturverzeichnisse
âą Digitalisate ĂŒber die Provinz Posen WBC PoznaĆ
âą Digitalisate ĂŒber die Provinz Posen Archive
âą Literatur ĂŒber die Provinz Posen Herder-Institut Marburg
âą Dossiers zum Thema Provinz Posen in der Pressemappe 20. Jahrhundert der ZBW â Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft.
Einzelnachweise
cite-note-gvz-11. PreuĂische Provinzen 1910
cite-note-22. â Johann Gottfried Hoffmann: Die Bevölkerung des preussischen Staates nach den Ergebnissen der zu Ende des Jahres 1837 amtlich aufgenommenen Nachrichten. Berlin 1839, S. 2 (books.google.de).
cite-note-33. â Egbert WeiĂ: Aktiv in der Monarchie. Leipziger Corpsstudenten 1807â1918. LebenslĂ€ufe der Leipziger Lausitzer. Festschrift zum 210. Stiftungsfest des Corps Lusatia Leipzig 2017, lektoriert von Hans Lipp, Helmut WeiĂ und Christoph Zeumer. Verlagsdruckerei Schmidt, Neustadt an der Aisch 2017, ISBN 978-3-96049-017-3, S. 112.
cite-note-44. â Eliza Stehr: Das höhere Schulwesen in der Provinz Posen im Kontext preuĂischer Bildungspolitik und Germanisierungsbestrebungen von 1871 bis 1914. UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek Bonn, Bonn 2023.
cite-note-55. â Gesetz, betr. die GrĂŒndung neuer Ansiedlungen in den Provinzen OstpreuĂen, WestpreuĂen, Brandenburg, Pommern, Posen, Schlesien, Sachsen und Westfalen. Vom 10. August 1904 (GS S. 227), digitalesammlungen.uni-weimar.de abgerufen am 23. Januar 2021.
cite-note-66. â â...Insgesamt steigt der polnische Bevölkerungsanteil in der Provinz Posen sogar leicht an auf fast 60 Prozent. Die Siedlungspolitik der preuĂischen Regierung ist gescheitert. Im FrĂŒhsommer 1904 versucht sie nun per Gesetzesnovelle der BautĂ€tigkeit ihrer polnischsprachigen BĂŒrger einen Riegel vorzuschieben...er hat das gekauft, aber selbstverstĂ€ndlich er hat keine Genehmigung bekommen, um ein Haus zu bauen...â Mit List und Gesetz. (Memento vom 30. Januar 2021 im Internet Archive) DeutschlandRadio Berlin 2004; abgerufen am 23. Januar 2021.
cite-note-77. â â... Darum er wohnt jetzt in Schweinestall oder in einer Scheune. Und hier ausbrach eine Kampf mit den Behörden um eine kleine Ofen, weil er möchte heizen und kochen...â Mit List und Gesetz. (Memento vom 30. Januar 2021 im Internet Archive) DeutschlandRadio Berlin, 2004; abgerufen am 15. Dezember 2018.
cite-note-88. â DrzymaĆa erhebt gegen das Verbot Einspruch beim RegierungsprĂ€sidenten in Posen und klagt schlieĂlich vor dem Königlich-PreuĂischen Oberverwaltungsgericht in Berlin. Das entscheidet im Mai 1909 letztinstanzlich ⊠gibt MichaĆ DrzymaĆa Recht, indem es ĂŒber den Wagen befindet: âEr ist ein Transportmittel, aber kein Bauwerk im Sinne der Bauordnung...â Andererseits wendet es die Ansiedlungsnovelle von 1904, in der nur von WohnhĂ€usern die Rede ist, auf DrzymaĆas Wagen an, in dem es sie interpretiert: âDamit hat nicht jede andere Art wohnlicher Besiedelung freigegeben werden sollen, vielmehr bedarf es nach der Absicht des Gesetzes der darin vorgeschriebenen Genehmigung auch da, wo eine ...WohnstĂ€tte ...in anderer Weise als durch bauliche Anlagen beschafft wird.â DrzymaĆa darf sich endgĂŒltig nicht auf seinem GrundstĂŒck niederlassen. Weder in der Scheune noch in seinem Wohnwagen. Mit List und Gesetz. (Memento vom 12. Oktober 2007 im Internet Archive) DeutschlandRadio Berlin 2004; abgerufen am 15. Dezember 2018.
cite-note-99. â Briefe. Als persönlicher Freund. In: Der Spiegel. Nr. 3, 1951 (online).
cite-note-1010. â PreuĂ. GS. 1887 S. 197â207
cite-note-dr-1111. â Ein mehr oder weniger groĂer Teil des Kreisgebiets verblieb 1920 innerhalb der neugebildeten Grenzmark Posen-WestpreuĂen beim Deutschen Reich.
cite-note-1212. â Handbuch fĂŒr den königlich preussischen Hof und Staat. Deckerâs Verlag, 1895, S. 356 (google.com [abgerufen am 26. Dezember 2023]).
cite-note-1313. â Nach territorial.de
cite-note-1414. â Brockhaus EnzyklopĂ€die. 14. Auflage. 13. Band. 1903, S. 310.
cite-note-152. FĂŒr 1816: ?; fĂŒr 1831, 1861, 1890: Leszek Belzyt: Sprachliche Minderheiten im preuĂischen Staat 1815â1914. Marburg 1998, S. 17; fĂŒr 1871, 1880, 1900, 1910:
cite-note-georg-hassel-163. Georg Hassel: Statistischer UmriĂ der sĂ€mmtlichen europĂ€ischen und der vornehmsten auĂereuropĂ€ischen Staaten, in Hinsicht ihrer Entwickelung, GröĂe, Volksmenge, Finanz- und MilitĂ€rverfassung, tabellarisch dargestellt; Erster Heft: Welcher die beiden groĂen MĂ€chte Ăsterreich und PreuĂen und den Deutschen Staatenbund darstellt; Nationalverschiedenheit 1819: Polen â 680,100; Deutsche â 155,000; Juden â 48,700; Verlag des Geographischen Instituts Weimar (1823), S. 43
cite-note-174. Dietrich SchÀfer: Sprachenkarte der Deutschen Ostmarken. Entworfen von Dietrich SchÀfer. Verlag von Karl Curtius (bibliotekacyfrowa.pl [abgerufen am 13. MÀrz 2017]).
cite-note-195. Leszek Belzyt: Sprachliche Minderheiten im preuĂischen Staat 1815â1914. Marburg 1998, S. 17 f., ISBN 3-87969-267-X
cite-note-206. Michael Rademacher: PreuĂische Provinz Posen bis 1922. Online-Material zur Dissertation, OsnabrĂŒck 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 1. Januar 1900
cite-note-2121. â KĂŒrschners Staats-, Hof- und Kommunalhandbuch fĂŒr das Reich, 1904, Sp. 735ff.; dort auch die anderen Konfessionen und Religionsgemeinschaften; siehe auch Ausgabe 1911 und weitere Jahre
cite-note-2222. â Zur Geschichte der jĂŒdischen Bevölkerung in der Provinz Posen siehe Sophia Kemlein, Die Posener Juden 1815-1848. Entwicklungsprozesse einer polnischen Judenheit unter preussischer Herrschaft., Hamburg, 1997; Ulrich Haustein, Die Assimilation der Posener Juden, in Joachim Rogall (Hrsg.), Land der groĂen Ströme. Von Polen nach Litauen (Deutsche Geschichte im Osten Europas), Berlin 1996, S. 263â281
cite-note-2323. â Beata Mache: Juden in der Provinz Posen bis 1914 Posener Heimat deutscher Juden, 2016, mit einigen grundsĂ€tzlichen Informationen zur Entwicklung der jĂŒdischen Bevölkerung in der Provinz Posen
cite-note-2424. â Sperlings Zeitschriften-Adressbuch, 1908, S. 288â289; mit Tageszeitungen der Provinz Posen und Zeitschriften (nach Themengebieten); siehe auch weitere Jahre
cite-note-2525. â Zeitungen und Zeitschriften aus Posen (1800â1918) Zeitschriftendatenbank, mit 196 deutschen und polnischen Publikationen; suche auch weitere Orte und Titel (mit Jahreseingrenzung)